BSG STAHL RIESA – FSV ZWICKAU 0:2 (0:1) [SACHSENPOKAL-HALBFINALE]

April 21, 2026

Der FSV Zwickau hat das Wernesgrüner Sachsenpokal-Halbfinale bei der BSG Stahl Riesa mit 2:0 (1:0) gewonnen. Durch eine engagierte Leistung, auf und neben dem Platz, brannte wenig an. In der ersten Hälfte traf Sezer nach einer Flanke von Dobruna und im zweiten Durchgang köpfte Gegenspieler Baumann in Folge einer weiteren Dobruna-Eingabe ins eigene Netz. Im Finale wird entweder der CFC oder der FC Erzgebirge in die GGZ Arena kommen.

Dienstagabend in Riesa! Mit dem Traditionsverein BSG Stahl Riesa wartete ein Sechsligist, der im Pokal bereits die Fünftligisten Freital, Bischofswerda und Plauen rauswarf. Beim FSV waren Trainer Schmitt sowie Dittrich und Fobassam gesperrt, Daniel Rupf übernahm an der Seitenlinie. Die Partie wurde mit Spannung erwartet und entsprechend gut waren die Ränge besucht. 3.600 Zuschauer, darunter 1.200 FSV-Fans strömten in die beschauliche Feralpi-Arena. Auf dem auffällig kleinen Platz kam es bereits früh zu einem Wechsel. Eixler musste angeschlagen vom Feld, für ihn kam Haubner (6.). Von draußen feuerten die rot-weißen Anhänger und Vereinsvertreter die Mannschaft lautstark an. Erstmal war auf dem Rasen vieles ausgeglichen, Riesa verteidigte kompakt. Nach 19 Minuten gab es die erste Top-Chance, Sezer spielte in die Mitte wo Möbius aufs kurze Eck schoss. Hauswald parierte reaktionsschnell. Eine Flanke von Sezer köpfte Möbius am Pfosten vorbei (21.). Zwickau machte nun Druck und traf in die Maschen. Dobruna flankte punktgenau in die Mitte, wo Sezer platziert per Kopfball verwertete (23.). Der FSV hatte viel Ballbesitz, in der Offensive machte es die engagierte Riesaer Abwehr allerdings nicht einfach. Die Hausherren traten in der 30. Minute durch Benda einen Freistoß, der von der Zwickauer Mauer abgefälscht wurde und bei Hiemann landete. Prasse schoss anschließend aus der Distanz gegen den Pfosten (33.). Auch Startsev versuchte es etwas weiterer Entfernung (38.). Ein Sezer-Freistoß aus 25 Metern wurde von Hauswald pariert, der auch die Nachschüsse von Dobruna und Haubner entschärfte (43.). Vor der Pause setzte Skala noch einen satten Schuss für Riesa neben den Kasten (45.+3).

Ein konzentrierter Auftritt setzte sich in der zweiten Hälfte fort. Prasse trat einen Freistoß, Sezer köpfte unter Bedrängnis rechts vorbei (48.). Eine Großchance hatten die Gastgeber dann dennoch, Benda spielte den Doppelpass mit Müller, der sich gegen die Abwehr durchsetzte und aus guter Position haarscharf vorbei schoss (54.). Riesa witterte die Möglichkeit auf den Ausgleich, doch Zwickau brachte Ruhe ins Spiel. Vor allem mit der folgenden Szene – Dobruna flankte scharf in die Mitte, Sezer und Gegenspieler Baumann gingen ins Kopfballduell. Baumann kam als Erster an die Kugel und köpfte dabei unhaltbar ins eigene Netz (67.). Der FSV blieb clever und ließ unter dem neuen Riesaer Flutlicht nicht nach. Dobruna legte sehenswert in die Mitte, Möbius verpasste eine gute Kopfballchance knapp (81.). Haubner bediente Albert, der schnell einlief, doch entscheidend gestört werden konnte (85.). Vor dem Ende kam Zimmermann zu seinem 150. Einsatz für den FSV Zwickau womit alle Voraussetzungen für den Status als Legendenspieler erfüllt sind. Dann nochmal Breitenbücher per Schuss, Hauswald hielt die Kugel (90.+2). Mit dem Abpfiff große Emotionen, der Einzug ins Wernesgrüner Sachsenpokal-Finale wurde gesichert. Damit lebt der große Traum. Trotz eines Spiels mit viel Kampfgeist gab es keine unfairen Szenen oder Karten. Am Mittwochabend entscheidet sich nun der Finalgegner. Entweder der Chemnitzer FC oder FC Erzgebirge wird zu Gast in der GGZ Arena sein.

BSG Stahl Riesa: Hauswald – Heuer (53. Pohl), Baumann (71. Seher), Liesch, Kost, Leonhardt – Schmidt, Skala, Kant – Müller, Benda

FSV Zwickau: Hiemann – Senkbeil, Putze, Ziemer, von Baer – Startsev – Prasse (64. Sengersdorf), Eixler (6. Haubner) – Möbius (86. Zimmermann), Sezer (77. Albert), Dobruna (86. Breitenbücher)

Tore: 0:1 Sezer (23.), 0:2 Baumann (67., ET)

Zuschauer: 3.600 (ausverkauft, 1.200 Gäste)

Schiedsrichter: Luis Riedel (Chemnitz)

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Fotos: Tim Fischer

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