Nach intensiven Gesprächen haben sich Vorstand und Aufsichtsrat des FSV Zwickau schweren Herzens dazu entschieden, Cheftrainer Rico Schmitt mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden. Vorrübergehend wird Co-Trainer Daniel Rupf die Mannschaft übernehmen, während im Hintergrund an einer Nachfolge gearbeitet wird. Mit der Beurlaubung von Rico Schmitt möchten die Verantwortlichen einen neuen Impuls innerhalb der Mannschaft setzen, die negative Entwicklung stoppen und die dringend notwendige sportliche Trendwende einleiten.
Diese Entscheidung ist den Verantwortlichen alles andere als leichtgefallen und nicht alleine auf die jüngsten Ergebnisse zurückzuführen. Sie ist vielmehr das Resultat einer längeren, fortwährenden und intensiven Auseinandersetzung mit der sportlichen Entwicklung und daher kein emotionaler Schnellschuss. Nach einem schwierigen Saisonstart gelang es der Mannschaft zwischenzeitlich nur kurz, sich sportlich und tabellarisch zu stabilisieren. In den vergangenen Wochen ist es nicht gelungen, diese Entwicklung nachhaltig fortzusetzen. Zunehmende Leistungsschwankungen, ausbleibende Ergebnisse, Verschlechterungen in allen relevanten Statistiken und auch die Art und Weise, wie die Spiele verloren wurden, haben dazu geführt, dass sich der FSV Zwickau aktuell in seiner schwierigsten sportlichen Situation seit 2024 befindet.
„Wir haben mehrere Krisen gemeinsam bewältigt und waren geduldig. Doch der Glaube daran, dass in der aktuellen Konstellation erneut die Trendwende gelingt, ist einfach nicht mehr da. Dennoch tut dieser Schritt wahnsinnig weh! Hinter uns liegen dreieinhalb intensive gemeinsame Jahre, in denen wir viel miteinander erlebt, durchgestanden und aufgebaut haben. Aber bei aller Verbundenheit, Dankbarkeit und unserem gelebten Selbstverständnis der Ruhe und Loyalität – am Ende steht der Verein über allem. Gerade aus unserer tiefen Verbundenheit zum FSV heraus tragen wir die Verantwortung, auch schwierige Entscheidungen treffen zu müssen, die wir für die Zukunft unseres Vereins als notwendig erachten. Diese Freistellung kann allerdings nur ein erster Schritt sein, die sportliche Entwicklung wieder in die richtige Richtung zu lenken! Wir alle sind weiterhin in der Verantwortung! “, erklärt Geschäftsführer André Beuchold.
„Uns ist dabei bewusst, dass Rico Schmitt keineswegs allein die Verantwortung für die aktuelle sportliche Situation trägt. Mit der Entscheidung zur Beurlaubung ist deshalb auch eine klare Erwartungshaltung an die Mannschaft verbunden. Jeder einzelne Spieler steht nun noch stärker in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen, die eigenen Leistungen kritisch zu hinterfragen und gemeinsam alles dafür zu tun, den sportlichen Turnaround zu schaffen. “, so Sportdirektor Robin Lenk.
Gleichzeitig ist es dem FSV ein großes Anliegen, die Verdienste von Rico Schmitt ausdrücklich zu würdigen. Als er im Jahr 2023 die Verantwortung übernahm, befand sich der Verein nicht nur in einer sportlich wie wirtschaftlich herausfordernden Situation. Nein – er lag am Boden! Es war keineswegs selbstverständlich, sich unter diesen Voraussetzungen dieser Aufgabe zu stellen.
Mit großem persönlichem Einsatz, hoher Identifikation und unermüdlicher Arbeit hat Rico Schmitt in den vergangenen mehr als drei Jahren einen maßgeblichen Beitrag dazu geleistet, den FSV sportlich zu stabilisieren und entscheidend weiterzuentwickeln. Die Tabellenplätze vier und drei in den vergangenen beiden Spielzeiten, wie auch ein Pokalhalbfinale 2024 und das Finale 2026 stehen beispielhaft für diese erfolgreiche gemeinsame Entwicklung und bleiben, genau wie der Wiederaufbau des FSV, untrennbar mit seiner Arbeit verbunden. Auch seine Art kam bei den Menschen vor Ort an und tat uns als Verein gut. „Wir sind Rico Schmitt zu großem Dank verpflichtet – und werden das nie vergessen!“, so André Beuchold.
Der FSV wünscht Rico im Namen seiner Gremien, Mitglieder und Fans für seine persönliche und berufliche Zukunft von Herzen alles Gute!


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