#EGALWODUAUCHSPIELST | Der Sonderzug erreicht Zwickau mit über 75.000 Fans, doch bleibt noch lange nicht stehen!

20-05-19 finalezugreise

Drei Wochen war der FSV Zwickau unterwegs, bereiste mit seinem virtuellen Sonderzug Europa und exakt 75.180 Passagiere begleiteten den Verein durch seine letzten fünf Jahrzehnte. Neben Sternstunden im “kapitalistischen Ausland” und dem Höhenflug der 90er Jahre erlebten die Fans auch Irrfahrten durch die DDR-Liga und die sächsische Landesliga. Die gesammelten Berichte unserer virtuellen Reise können auch nach dem offiziellen Ende der Aktion, HIER auf unserer vereinseigenen Homepage, eingesehen werden.

Die spontane Anfangsidee aus der Fankurve E5 reifte schnell an und übertrug sich auf alle Teile des FSV Zwickau. Fans aus verschiedenen Generationen redeten miteinander. Sie redeten mit aktuellen und ehemaligen Spielern, redeten mit verschiedenen Funktionsträgern des Vereines, erlebten die Historie des FSV aus verschiedenen Blickwinkeln und schrieben dadurch die Geschichte gemeinsam nieder. Kurz: Es entstand ein lebendiges Vereinsleben. Und das in Zeiten von Corona.

Während all dieser Gespräche kristallisierte sich eher zufällig ein roter Faden heraus: Dem FSV Zwickau fehlt es an der Aufarbeitung seiner eigenen Geschichte, deren Pflege und damit auch der Weitergabe an zukünftige Generationen.

„Vor allem dadurch kann unser Vereinsgebilde weiter Form annehmen und der FSV mit all seinen Mitgliedern und Sympathisanten versteht, wer er ist. In den Nachwendejahren und vor allem während der Insolvenzen durchlebte der FSV „ungemütliche“ Jahre, in denen die Vereinsgeschichte nur noch dezentral von wenigen Personen und später in einigen Buchprojekten gepflegt wurde. Nun, nach dieser fulminanten Sonderzugfahrt liegt es an uns allen, diesen Schwung mitzunehmen. Auf das der Zug durch die Geschichte nie stehen bleibt“, erklärt Lutz Teichmann, Vorstand Fans & Sicherheit beim FSV Zwickau.

Matti aus der Fanszene ergänzt: „Deshalb planen wir in naher Zukunft ein Zusammenkommen für alle Interessierten, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Schlagworte wie "Sonderausstellung" und "Vereinsmuseum" geistern uns seit Wochen durch den Kopf. Wenn ihr Lust habt mitzuwirken, uns Material zur Verfügung stellen wollt oder einfach nur eine Idee für ein mögliches Projekt habt, dann meldet euch doch hier: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .“

Jede Gesellschaft braucht verbindende Orte und identitätsstiftende Momente, was der FSV in der Stadt Zwickau und ihrer Umgebung zweifelsohne schafft. Dafür muss man nicht in die Europapokalsaison 1975/76 zurückblicken, als gefühlt die ganze Stadt auf irgendeinem Ast im Georgi-Dimitroff-Stadion saß. Auch heute genießt der FSV eine hohe Präsenz sowie Aufmerksamkeit und tritt gleichzeitig als soziale und kulturelle Institution auf. Dieser Stellung ist sich der FSV bewusst und möchte dabei mithelfen, dass verschiedene gesellschaftliche Institutionen unserer Stadt zusammenwachsen. „Deshalb haben wir uns für den Kulturgroschen auf jeder Zugfahrkarte entschieden und freuen uns, in den nächsten Tagen mehrere Schecks in Höhe von insgesamt 7.518 €, überreichen zu können. Den Anfang macht heute der Steinkohlenbergbauverein Zwickau e.V., der die Geschichte und Tradition dieser für Zwickau so prägenden Zeit pflegt“, erklärt Matthias Krauß, Vorstand Marketing beim FSV Zwickau.

Erst im Februar zeigte die Fankurve E5 die beeindruckende Ruß-Zwigge Choreografie und verband damit Stadtgeschichte mit der Zwickauer Fußballkultur.

Über die weiteren Projekte, die der FSV Zwickau mit dem „Kulturgroschen“ unterstützen möchte, werden wir selbstverständlich zeitnah und transparent auf den vereinseigenen Kommunikationskanälen informieren.

Einen besonderen Dank richtet FSV-Vorstand Lutz Teichmann auch an alle Helfer der Fanaktion: „Es ist großartig, wie sehr unsere Fans und Anhänger uns unterstützt haben. Die damit verbundene Mitwirkung ist Sinnbild unseres Zusammenhalts und der regionalen Verbundenheit zur Stadt und der Region. Vielen herzlichen Dank an alle Unterstützer, die durch ihren Einsatz die virtuelle Fanaktion zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht haben. Zugleich kommen wir unserem Versprechen sehr gerne nach und organisieren im kommenden Jahr ein Freundschaftsspiel gegen einen Gegner aus unseren Haltestellen. Wir sind einfach überwältigt und freuen uns, dass wir in dieser ungewissen Zeit so viel Unterstützung erfahren durften.“

Insgesamt konnten mit unserer Zugreise durch die Vereinsgeschichte über 2.000 Mottoshirts verkauft werden. Zugleich wird das Sondertrikot über 900 namentliche Nennungen zieren. Wir werden sämtlichen Unterstützern in den nächsten Tagen die Möglichkeit einräumen, die im Bestellprozess angegeben Details final zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Sollten etwaige Informationen im Bestellprozess vergessen worden sein, wie beispielsweise die entsprechende Shirt-Größe oder die namentliche Nennung für das Sondertrikot, so können diese ebenso nachträglich auf der demnächst eingerichteten Landingpage eingereicht werden. Dies gilt allerdings ausschließlich für jene Unterstützer, die mindestens 20, beziehungsweise 30 Fahrkarten erworben haben. Sobald uns sämtliche Bestellinformationen vorliegen, werden wir mit der Produktion der Mottoshirts beginnen. Wir informieren die Käufer dann, sobald das Mottoshirt im Fanshop des FSV Zwickau abgeholt werden kann.

Das Sondertrikot wird es bereits ab Ende Mai in einer streng limitierten Auflage käuflich im Fanshop oder unserem Onlineshop zu erwerben geben. Der FSV Zwickau wird dann in der kommenden Spielzeit 20/21 das erste Heimspiel, welches wieder mit Zuschauer ausgetragen werden kann, in diesem Sondertrikot bestreiten.