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NACHSPIELZEIT: Stimmen zum Heimspiel gegen Preußen Münster

18-02-26 nachspielzeit

Haben die Rot-Weißen ihren ganz persönlichen Lieblingsgegner in dieser Saison gefunden? Sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde gewannen die Schwäne gegen die Münsteraner, zudem zweimal ohne Gegentor.

Nach seiner Rotsperre kehrte Nils Miatke mit Karacho in die Mannschaft zurück. Der Pakt mit dem Offensivgeist greift, denn er erzielte direkt in der vierten Minute das nächste Saisontor, obwohl er erst kürzlich gegen Großaspach erstmalig seit mehreren Jahren traf. Das war gleichzeitig der entscheidende Treffer. Viel wichtiger ist das für die Mannschaft, wie Miatke selbst sagt: "Ich freue mich natürlich, dass ich der Mannschaft helfen konnte, einen ganz wichtigen Sieg einzufahren, um uns wieder ein bisschen unten absetzen zu können, weil jetzt warten schwere Aufgaben auf uns. Das war ganz wichtig! (...) Wir haben wieder unser Gesicht gezeigt: hart und aggressiv in den Zweikämpfen. (...) Wir haben verdient gewonnen." Kapitän Toni Wachsmuth, der das Geschehen von der Tribüne beobachten musste, war zwar überrascht, aber außerordentlich "amused" über die neuerliche Treffsicherheit seines Mannschaftskollegen: "Also, ich könnte jetzt sagen, dass sich das die Woche über andeutet, aber bei ihm kann ich das nicht unbedingt sagen. Ich freue mich riesig für ihn (Nils Miatke). Er hat gerade so ein Näschen, wo der Ball vielleicht mal herunterfällt. Er schließt sehr gut ab. Der Schlüssel war, dass wir mit vielen Jungs die Box besetzt haben. Ein richtig gutes Tor!" Die Zuschauer im "Schwanennest" hatten über 90 Minuten mit dem starken Wind zu kämpfen. Für Kopfballspieler wirkt sich dieses Element unberechenbar aus. Ronny König zeigte sich dennoch zufrieden: "Es war schon schwierig. Zudem kam der Wind dazu. Da konnte man ganz schlecht berechnen, wann der Ball runterkommt oder fliegt er zu weit, zu kurz... Die haben gute große Innenverteidiger, aber ich denke, wir haben das als Mannschaft super gelöst." In puncto Aufregung hatte es die letzte Minute in sich. Bei Al-Hazaimehs Schussversuch flog die Kugel an den Körper Könneckes. Ein Interessenskonflikt wurde intensiv auf dem Platz ausgelebt. Mike Könnecke, der Mann im Fokus, hatte eine eindeutige Meinung: "Der Spieler schießt mir den Ball genau gegen den Bauch. Ich rette den Ball, er geht über die Linie, ist Eckball ganz normal. Kein Handspiel, auf gar keinen Fall! Dafür haben wir uns die drei Punkte jetzt geholt, für mich auch verdient. Auch wenn es hinten nochmal brenzlig wurde, geht der Sieg in Ordnung."

Miatke fügte hinzu: "Dazu saß ich zu weit weg, um das beurteilen zu können. Die probieren natürlich auch alles, um zum Punkt zu kommen, aber der Schiri hat seine Aufgabe gut gemacht."

Für den FSV-Coach war die Sache klar. Die Partie hatte den richtigen Sieger gefunden. FSV-Coach Torsten Ziegner legte dem MDR sein Spielfazit dar: "Wir haben einen verdienten Sieg gelandet. In der ersten Minute hatten wir richtig Glück. Ab da waren wir aber im Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir die Räume genutzt. Nach der Pause waren wir dann nicht mehr so zwingend. Das war vielleicht auch Kopfsache und dem späten Punktverlust in der letzten Woche geschuldet." Kein Wunder, dass das Selbstvertrauen steigt, gerade vor einem Spiel gegen den Spitzenreiter der Liga. Für Toni Wachsmuth steht fest: "Wir sind eine Mannschaft, die gegen jeden Gegner was holen kann."